Mit einer 12-köpfigen Delegation reiste das Team der DJK-Sportfreunde Reichenberg nach Michelstadt im Odenwald (Hessen) zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft des Deutschen JKA-Karate Bundes (DJKB). Begleitet von den Trainern Shawn Thieme und Andreas Huber, stellten sich die Sportfreunde der bundesweiten Elite. Parallel zum Turnier nutzten Andreas Huber und Andrea Bauer die Gelegenheit, sich beim Instructor-Lehrgang weiterzubilden, wobei Andreas Huber erfolgreich seine eigene Prüferlizenz anstrebte.
Dass das Niveau auf einer Deutschen Meisterschaft hoch ist, war allen Beteiligten bewusst, doch die Reichenberger hielten mit viel Herzblut dagegen. In der Altersklasse der 8- bis 10-Jährigen trat Ibrahim Ride an. Er zeigte eine starke Kata, musste sich jedoch in der Vorrunde der Konkurrenz geschlagen geben. Ähnlich erging es Caaltu Mahammed und Daraartu Worku Kebede bei den Mädchen. Letztere konnte sich in ihrer ersten Kata-Begegnung noch erfolgreich durchsetzen, scheiterte dann jedoch in der zweiten Runde. Auch im Kumite Einzel reichte es für die Jüngsten trotz starker Kämpfe nicht für einen Finaleinzug. Alle drei hatten erst vor zwei Wochen bei der Bayerischen Meisterschaft herausragende Leistungen gezeigt und sich ihre Nominierung redlich verdient. Im Kata-Team-Wettbewerb traten sie gemeinsam an, scheiterten jedoch in ihrer stark besetzten Gruppe denkbar knapp.
Besser lief es in derselben Altersklasse ab Blaugurt für Matwei Bergheim. Er sicherte sich sowohl in Kata Einzel als auch in Kumite Einzel einen hervorragenden dritten Platz. Pech hatte dagegen sein Team-Kollege Iwan Kurilow in der Altersklasse der 11- bis 12-Jährigen, der sich trotz guter Leistung in den Vorrunden der hohen Konkurrenz beugen musste.
In der Altersklasse der 13- bis 14-Jährigen gingen Kathrin Kurilow und Jasmin Saiko an den Start. Kathrin bestritt dabei ihren ersten Einsatz im Freikampf und zeigte gute Aktionen. Letztlich reichte es für beide jedoch nicht für ein Weiterkommen in den Vorrunden. Bei den Jungen dieser Altersklasse ereilte Nikita Bergheim ein ähnliches Schicksal; er zeigte gute Ansätze, die jedoch nicht für den Einzug in die nächste Runde genügten. Auch das Kata-Team mit Kathrin Kurilow, Iwan Kurilow und Matwei Bergheim präsentierte eine technisch saubere und fehlerfreie Vorführung, die jedoch nicht mit einem Finalplatz belohnt wurde.
In der Jugendklasse der 15- bis 16-Jährigen überzeugten Jana Felk und Adrian Voigt mit guten Leistungen. Jana kämpfte sich im Freikampf eine Runde weiter und stand kurz vor dem Einzug ins Poolfinale, unterlag dort jedoch knapp ihrer Kontrahentin.
Spannend wurde es in der Altersklasse 17 bis 18 Jahre. Victor Kolev lieferte sich einen beherzten Kampf, musste sich seinem Gegner jedoch geschlagen geben. Hervorragend lief es für Alina Klick: Sie gewann ihren ersten Kampf mühelos und konnte sich nach einem hart umkämpften zweiten Duell verdient das Ticket für das Poolfinale sichern. Dort unterlag sie äußerst unglücklich und belegte am Ende einen starken dritten Platz.
Den Abschluss bildeten Adrian Voigt, Victor Kolev und Nikita Bergheim in den Team-Wettbewerben für Kata und Kumite, in denen sie sich ebenfalls der starken nationalen Konkurrenz geschlagen geben mussten.
Der Verein blickt stolz auf die drei Bronzemedaillen und den gezeigten Teamgeist auf Bundesebene und bereitet sich schon wieder eifrig auf die nächste Meisterschaft vor.
Die Ergebnisse im Überblick:
Kata Einzel:
Alina Klick: 9. Platz; Matwei Bergheim: 3. Platz; Caaltu Mahammed: 5. Platz
Kumite Einzel:
Alina Klick: 3. Platz; Jana Felk: 9. Platz; Matwei Bergheim: 3. Platz
Kata Team:
Victor Kolev, Adrian Voigt, Nikita Bergheim: 9. Platz; Kathrin Kurilow, Iwan Kurilow, Matwei Bergheim: 9. Platz; Ibrahim Ride, Caaltu Mahammed, Daraartu Worku Kebede: 9. Platz
Kumite Team:
Victor Kolev, Adrian Voigt, Nikita Bergheim: 9. Platz
von Andreas Huber

